Vita


Uwe Becker wuchs im Arbeitermilieu im nordrhein-westfälischen Grevenbroich auf als eines von drei Geschwistern. Sein Vater arbeitete als Maler, seine Mutter verfügte als ostpreußisches Flüchtlingskind über eine einfache Schulbildung. Als erster in seiner Familie absolvierte er nach Grund- und Realschule die gymnasiale Oberstufe und erlangte 1978 das Abitur. 

 

Becker studierte Theologie und Philosophie an der Kirchlichen Hochschule und Bergischen Universität in Wuppertal und der Universität in Tübingen, leistete währenddessen Praktika im Kurzstrafengefängnis in Essen und in einer Holzfabrik bei Tübingen. 1985 legte er das Erste Theologische Examen ab. Nach einem zweijährigen Vikariat in der Evangelischen Kirchengemeinde Wichlinghausen (Wuppertal) folgte 1987 das Zweite Theologische Examen. Ab 1987 war er Pastor im Hilfsdienst, von 1988 bis 2000 Pfarrer in Wichlinghausen und übernahm zudem zwischen 1996 und 1998 die kommissarische Leitung des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks mit Schwerpunkt auf soziale Themen. Parallel zum Pfarrdienst arbeitete er von 1998 bis 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Arbeit:Leben:Zeit - Forum von Kirche und Gewerkschaft.

 

Ab 2000 leitete Uwe Becker als Sozialpfarrer das Sozialwerk des Evangelischen Stadtkirchenverbandes Köln und trat 2004  die Stelle als Vorstand des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland an. 2013 wurde er zum Vorstandssprecher der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ernannt, dem größten Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland mit 130.000 Beschäftigten.

 

Daneben war er 2006/2007 Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in NRW und von 2014 bis 2016 Mitglied im Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge. 2011 wurde ihm der Titel des Honorarprofessors an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (Bochum) verliehen. Ab September 2015 trat er dort die Professur für Sozialethik, Diakoniewissenschaft und Verbändeforschung an. Bereits 2006 promovierte Uwe Becker mit seiner Doktorarbeit zum Thema „Sabbat und Sonntag. Plädoyer für eine sabbattheologisch begründete kirchliche Zeitpolitik“ an der Ruhr-Universität Bochum bei Prof. Dr. Traugott Jähnichen. Uwe Becker ist seit 2002 Mitglied im erweiterten Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik. Im Zentrum seiner Publikationen und der regen Vortragstätigkeit stehen Fragen nach der sozialen Gerechtigkeit, dem Wandel der Arbeitsgesellschaft, den sozialen Inklusions- und Ausgrenzungsprozessen sowie der zeitlichen Organisation der Gesellschaft. Neben seiner Professur arbeitet er als Autor, Redner und freier Publizist, veröffentlichte Essays und Beiträge u.a. in der Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, ZEIT und taz.

01.09.2015


01.01.2014


2011


01.07.2008


2006


01.10.2004


2000-2004


1998-2008


1995-1997


1988-2000


1985-1988


1978-1985

Professor für Diakoniewissenschaft, Sozialethik und Verbändeforschung

Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe  (Bochum) 


Sprecher des Vorstandes des Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.


Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen- Lippe, Bochum


Theologischer Vorstand des Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.


Promotion an der Ruhr-Universität Bochum bei Professor Dr. Traugott Jähnichen (Sabbat und Sonntag. Plädoyer für eine sabbattheologisch begründete kirchliche Zeitpolitik, m.c.l.)


Sprecher des Vorstandes des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V.


Leiter des Sozialwerks des Evangelischen Stadtkirchenverbands Köln


Abordnung zum Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (SWI) in Bochum für das Projekt "Arbeit:Leben:Zeit"- Forum von Kirchen und Gewerkschaften


Kommissarische Leitung der Evangelischen Erwachsenenbildung Wuppertal


Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Wichlinghausen (Wuppertal)


Vikar und Pfarrer zur Anstellung in der Evangelischen Kirchengemeinde Wichlinghausen


Studium der Evangelischen Theologie und Philosophie in Wuppertal und Tübingen