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Armut, Schulden, Ungleichheit - warum Prävention ein Euphemismus ist


Prävention muss die strukturellen Ursachen der Armutsentwicklung analysieren. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie auf eine Art Empowerment-Strategie für vermeintlich finanzinkompetente Transferleistungs-bezieher reduziert wird. 

Dabei ist die Armutsentwicklung in Deutschland  auch Ergebnis einer politischen Programmatik, die bis heute unter Stichworten wie Schuldenbremse, Übernahme von Eigenverantwortung, Umbau des Sozialstaats, Zukunft der sozialen Sicherungssysteme oder „fordern und fördern“ ihre Alternativlosigkeit zelebriert. Dieser Programmatik wird zudem mit Schlagworten wie Generationen-, Chancen- oder Befähigungsgerechtig-keit eine eigentümliche pseudophilosophische 


Legitimation verliehen. Dem Mangel an Finanzkompetenz inklusive seiner Auswirkung auf die Armutsentwicklung in Deutschland nachzugehen, heißt quasi politische Grundlagenforschung zu betreiben.

 

In seinem Aufsatz "Armut, Schulden, wachsende Ungleichheit. Warum Prävention ein Euphemismus ist." geht Prof. Dr. Uwe Becker der Ernsthaftigkeit politischer Maßnahmen zur Prävention von Armut auf den Grund. In: Dietz Alexander/ Gillich, Stefan (Hrsg.): Armut und Ausgrenzung überwinden. Impulse aus Theologie, Kirche und Diakonie. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, S. 239-250, 2016.. 

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"Armut, Schulden, wachsende Ungleichheit. Warum Prävention ein Euphemismus ist."
Aufsatz von Prof. Dr. Uwe Becker
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